AllgemeinDigitalisierungWhitePaper

Digitalisierung im Handwerk: So gelingen Einführung und Ausbau in Ihrem Betrieb!

  1. Blog
  2. Allgemein
  3. Digitalisierung im Handwerk: So gelingen Einführung und Ausbau in Ihrem Betrieb!

Sie möchten in die Digitalisierung Ihres eigenen Betriebes investieren, wissen aber nicht, wie Sie starten sollen? Oder haben Sie Bedenken, dass bei der Umstellung auf digitalisierte Prozesse Ihre laufenden Projekte ins Stocken geraten könnten? Wir zeigen Ihnen, wie Sie am besten an das Thema Digitalisierung herangehen können!

digitalisierung-im-handwerk

Die Digitalisierung im Handwerk schreitet immer weiter voran. Immer mehr Betriebe investieren in Software, neue Technologien und moderne Technik, damit die Abläufe im Büro und auf den Baustellen schneller und effizienter gestaltet werden können. Mitarbeiter müssen gleichzeitig ihre digitalen Kompetenzen aufbauen und erweitern, damit alle Vorteile der Digitalisierungsmaßnahmen erfolgreich genutzt werden können. Auch die Kundschaft wird zunehmend digitaler – ohne ein entsprechendes Online- bzw. Digital-Angebot besteht die Gefahr, dass lukrative Aufträge nicht an Sie vergeben werden. Die Digitalisierung ist daher der Schlüssel, damit Ihr Unternehmen in Zukunft weiter wettbewerbsfähig bleiben kann.

Sie werden wahrscheinlich bereits überlegt haben, dass es Zeit wird, auf digitale Prozesse umzustellen. Vielleicht haben Sie schon erste Maßnahmen umgesetzt und suchen nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten. In jedem Fall brauchen Sie eine Digitalisierungsstrategie, die ganz auf Ihren Betrieb abgestimmt ist. Denn die Einführung digitaler Prozesse sollte immer gut geplant sein, wenn alles reibungslos ablaufen soll!

Welche Prozesse können digitalisiert werden?

Die Digitalisierung im Handwerk

Gehen Sie die folgenden Schritte nacheinander durch, damit Sie die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen optimal umsetzen können.


Schritt 1: Verschaffen Sie sich einen Überblick über bestehende Prozesse

Es ist immer wichtig den eigenen Status Quo zu kennen, bevor man einen Umbruch einleitet.

  • Erstellen Sie eine Liste mit allen Abläufen, die im Büro und auf den Baustellen im Alltag vorkommen: Wie läuft bei Ihnen die Baustellenvorbereitung ab? Wie ist Ihr Büro organisiert? Wie schreiben Sie Angebote? Wie kalkulieren Sie Ihre Leistungen? Wie verteilen Sie Aufgaben an Ihre Mitarbeiter? Nutzen Sie Planungstafeln für den Mitarbeitereinsatz?
  • Tragen Sie zusammen, welche digitalen Abläufe in Ihrem Unternehmen schon im Einsatz sind. Wie gehen Sie zum Beispiel mit E-Mails um? Schreiben Sie Angebote mit Word bzw. Excel? Oder setzen Sie eventuell schon eine Branchensoftware, ein elektronisches Zeiterfassungssystem oder ein Dokumentenmanagementsystem ein?
  • Wie sieht es bei Ihnen mit der Technik im Büro aus? Haben Sie einen Breitbandinternetanschluss? Besitzt Ihr PC die notwendigen Ressourcen, die heutige Softwarelösungen benötigen? Um sich beispielsweise 3D-Modelle innerhalb des Building Information Modellings anzeigen lassen zu können, brauchen Sie eine 3D-fähige Grafikkarte.
  • Nutzen Sie und Ihre Mitarbeiter unterwegs bzw. auf den Baustellen mobile Geräte zur Kommunikation? Stellen Sie Ihren Mitarbeitern eigene Arbeits-Smartphones und / oder -Tablets zur Verfügung?

Nutzen Sie gerne die kostenlose Checkliste, um 12 typische Prozess kennenzulernen, die einfach digitalisiert werden können!


Schritt2: Setzen Sie sich klare Ziele

Sobald Sie wissen, wo Sie stehen, müssen Sie überlegen, was Sie mit der Digitalisierung erreichen möchten: Eine Beschleunigung der Prozesse im Büro? Eine bessere Projektabwicklung? Eine smartere Baustellenvorbereitung? Eine effizientere Kommunikation zwischen den Mitarbeitern?

Sie können sich hierzu von Softwarehäusern, IT-Fachleuten oder von den Experten der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren (www.mittelstand-digital.de) zu den Optionen, die Ihnen die Digitalisierung im Handwerk bietet, beraten lassen.

Wenn Sie sich klare Ziele gesetzt haben, müssen Sie in den nächsten Schritten nur noch die Umsetzbarkeit planen.


Schritt 3: Schätzen Sie die notwendigen Kosten ab

Die Umsetzung Ihrer Digitalisierungspläne ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Dazu gehören beispielsweise Anschaffungskosten für Hard- und Software oder wiederkehrende Kosten für Lizenz- und Wartungsverträge. Aber auch Mitarbeiterschulungen haben ihren Preis und senken für den jeweiligen Zeitraum die Produktivität Ihrer Mitarbeiter.

Sie sehen: Bei der technischen Umstellung können gerade zu Beginn einige Ressourcen gebunden werden, so dass Sie Verzögerungen im Betriebsablauf berücksichtigen müssen. Dies ist aber notwendig, um später umso mehr Zeit einsparen zu können.

Vor der Umsetzung einzelner Digitalisierungsphasen sollten Sie sich über Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern informieren. Gerade zum Thema Digitalisierung im Handwerk gibt es aktuell viele Förderungen von kleinen und mittleren Unternehmen. Das betrifft zum Beispiel die Aufrüstung im Hard- und Softwarebereich oder Schulungsangebote für Ihre Mitarbeiter. Wichtig: In der Regel müssen Sie die Fördermittel vor der Umsetzung beantragen.


Schritt 4: Setzen Sie die Digitalisierung in Ihrem Tempo um

Denken Sie daran, dass die Einführung neuer Prozesse eine gewisse Einarbeitungszeit benötigt. Daher es ist nicht ratsam, sofort all Ihre bestehenden Prozesse digital zu erneuern. Führen Sie Änderungen besser nach und nach ein. Räumen Sie Ihrem Betrieb genug Zeit für die Umstellungen ein. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht überfordern oder laufen Projekte gefährden, indem Sie zu viel auf einmal wollen.

Teilen Sie die Digitalisierung im Vorfeld möglichst in mehrere Phasen ein – inklusive Testphasen. Beispielsweise können Sie zuerst eine Branchensoftware für die täglichen Büroaufgeben einführen. Dann folgen Smartphones zur Kommunikation auf den Baustellen, danach eine digitale Zeiterfassung für die Mitarbeiter, eine digitale Einsatzplanung und später automatisierte Abläufe in der Buchhaltung.


Schritt 5: Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in Ihre Planungen mit ein

Was oft unterschätz wird: Nur zusammen mit Ihren Mitarbeitern kann die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden! Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Mitarbeiter bei der Planung der Digitalisierungsmaßnahmen von Anfang an mit ins Boot holen und mit ihnen Ihre Ziele besprechen. Häufig werden Sie gewisse Bedenken aus dem Weg räumen müssen, wenn bestehende und etablierte Abläufe geändert werden sollen. Zudem tun sich einige Mitarbeiter generell mit technischen Neuerungen eher schwer. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter aber von den Vorteilen die Digitalisierung überzeugen können, haben Sie eine perfekte Basis für ein Gelingen geschaffen.


Digitalisierer sind zufriedener

Laut dem Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/21 der Telekom (https://www.digitalisierungsindex.de) sind Unternehmer mit hohem Digitalisierungsgrad sowohl im Baugewerbe als auch im Handwerk deutlich zufriedener als Kollegen, die gar nicht oder nur wenig digitalisiert sind. Diese sogenannten „Digital Leader“ sind davon überzeugt, sich aufgrund der Digitalisierung wesentlich flexibler und schneller an neue Herausforderungen anpassen und so erfolgreicher sein können. Sie sehen sich in Top-Positionen in den Bereichen Abwicklungsdauer der Aufträge, Umsatz, Reaktionsgeschwindigkeit bei Kundenanfragen und auch bei der Neukundengewinnung.

Damit Sie nicht den Anschluss verlieren, sollten Sie sich intensiv mit dem Thema Digitalisierung im Handwerk beschäftigen. Denn nur wenn Sie innovationsbereit bleiben, können Sie sich erfolgreich auf dem Markt aufstellen.

Vorteile der Digitalisierung im Handwerk

  • Erhebliche Zeitersparnis bei der Organisation und Planung
  • Arbeitsabläufe werden beschleunigt
  • Kommunikation zwischen Büro und Baustelle werden verbessert
  • Ressourcen werden gespart
  • Sie können flexibler auf Situationen und Anfragen reagieren
  • Sie schaffen mehr Transparenz bei Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern
  • Sie erhalten einen besseren und immer aktuellen Stand zur Lage Ihres Unternehmens
  • Sie bleiben in Ihrem Marktsegment weiter wettbewerbsfähig
  • Sie sind als Arbeitgeber für Fachkräfte und Auszubildende attraktiver

Sichern Sie sich unsere kostenlose Checkliste!

Sie wissen nicht, welche Prozesse Sie in Ihrem Unternehmen digitalisieren können? Hier finden Sie 12 typische Prozesse aus dem Handwerkeralltag!


    Noch mehr Beiträge

    Menü